basics Nr. 481

Die Tiroler D I E Z E I T UNG F ÜR POL I T I K , WI R T SCHA F T, B I L DUNG , WI SSEN UND MOB I L I TÄT · WWW. BAS I CS -MED I A . AT Stromverbindet – AmBrenner erfolgte der Zusammenschluss Gut Ding' braucht Weile -Das jahrelangen Pla- nen und Verhandeln wurde jetzt mit einem symbolträchtigen Akt am Brenner abgeschlos- sen. Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino (EVTZ) strebte einen Stromzusammenschluss am Brenner an, um die europäische Verbun- denheit und die Modernisierung im Hinblick auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung voranzutreiben. Die grenzüber- schreitende Verbindung der Stromnetze sei ei- nem dynamischen Wirtschaftswachstum und der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- standortes dies- und jenseits des Brenners zu- träglich, zumal Energiegewinnung und Ener- giesicherung zu den großen weltweiten Zu- kunftsfragen zählten, darüber sind sich alle Po- litiker nördlich und südlich des Brenners einig. Zudem wird daher für die stärkere Vernetzung von ökologisch verträglichen und volkswirt- schaftlich sinnvollen Stromnetzen plädiert. Eine der großen Zukunftsfragen ist der Bereich Strom verbindet: TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser, die Landeshauptleute Fugatti, Plat- ter, Kompatscher und TERNA Verwaltungsdirektor Adel Motawi (von links). LIEBL DANIEL | ZEITUNGSFOTO.AT der Energiegewinnung und Energiesicherung, und damit einhergehend, eine stärkere Vernet- zung von ökologisch verträglichen und volks- wirtschaftlich sinnvollen Stromnetzen. Mit dem symbolträchtigen Stromzusammenschluss rücke die Europaregion erneut ein Stück näher zusammen, darüber waren sich alle einig. Reformen für Neustart Schulterschluss in der Wirtschaftskammer für die Zeit nach Corona D ie Corona-Pandemie beendete imMärz 2020 abrupt eine starke wirtschaftliche Aufschwungphase, brachte viele Unter- nehmen in eine existenzbedrohliche Situation und schraubte die Arbeitslosigkeit in unserem Land in bislang unbekannte Höhen. Nun muss ein Weg aus der Krise gefunden werden. Damit die Tiroler Wirtschaft möglichst rasch wieder in Schwung kommt, haben die Tiroler Wirt- schaftsvertreter einen Maßnahmenkatalog aus- gearbeitet. Dieser präsentierte Wirtschaftskam- merpräsident Christoph Walser gemeinsam mit Michael Carli (Grüne Wirtschaft), Win- fried Vescoli (Freiheitliche Wirtschaft), Stefan Gleinser (UNOS), Michael Kirchmair (Sozial- demokratischer Wirtschaftsverband), Hans Unterdorfer (Tiroler Wirtschaft – Banken & Versicherungen) und Max Kloger (Tiroler In- dustrie). Das Restart-Programm besteht aus drei Teilen: den erforderlichen Maßnahmen auf Bundes- ebene, auf Landesebene sowie einem Schwer- punkt für den Tiroler Tourismus. Zusammen- gefasst fordern die Wirtschaftsvertreter Schritte in folgenden Bereichen: ein langsames Aus- schleifen der Unterstützungen, weniger Steu- ern, weniger Bürokratie, klare Schwerpunkte für das erfolgreiche Comeback des Tiroler Tou- rismus und Impulse etwa im Bereich Investitio- nen. WK-Präsident Walser machte klar, dass ein Tiroler Restart-Programm muss daher den Fokus insbesondere auf die (Wieder-)-Bele- bung der Tourismuswirtschaft richten müsse. „Davon profitieren mit dem Tourismus ver- bundene Sektoren, insbesondere Handel, Bau- wirtschaft und Gewerbe“, so Walser. „In Sum- me sind aus Sicht der WK 50 Millionen Euro verteilt auf einen Zeitraum von fünf Jahren not- wendig, um eine entsprechende Breitenwir- kung zu erzielen“, präzisierte der WK-Präsi- dent. UNOS-Landessprecher Gleinser warnte davor, dass die Wirtschaftshilfen von Bund und Land nicht zu früh auslaufen dürfen. Er berich- tete, dass im Bereich Gastronomie aufgrund der Krise zwei Drittel des Personals weggebro- chen sind. Daher müsse die Gastronomie der- zeit auf viele Quereinsteiger zurückgreifen. Die Aus- und Weiterbildung nimmt für Gleinser ei- nen zentralen Stellenwert für den Neustart ein. Im Bild die Vertreter der wahlwerbenden Gruppierungen in der WK Tirol (im Bild von links): Winfried Vescoli (Freiheitliche Wirtschaft), Michael Kirchmair (Sozi- aldemokratischer Wirtschaftsverband), WK-Präsident Christoph Walser, Max Kloger (Tiroler Industrie), Michael Carli (Grüne Wirtschaft), Hans Unterdorfer (Tiroler Wirtschaft - Banken & Versicherungen) und Stefan Gleinser (NEOS). FOTO: WK TIROL/DIE FOTOGRAFEN Das vergangene Jahr hat in der TirolerWirtschaft tiefe Spuren hinterlassen. Damit diese möglichst raschwieder in Schwung kommt, braucht es gezielteMaßnahmen. AllenwahlwerbendenGruppen in der TirolerWirtschaftskammer haben gemeinsam ein Restart-Programmausgearbeitet. Preis für zeitgenössische Kunst 2021 geht an Katharina Cibulka Seit 1996 vergibt das Land Tirol jährlich ei- nen Hauptpreis sowie Förderpreise für zeit- genössische Kunst. Dieses Jahr geht der mit 5.500 Euro dotierte Preis an Katharina Ci- bulka. Die Förderpreise werden an Marga- rethe Drexel, Bernhard Hetzenauer und An- nelies Senfter verliehen. Die offizielle Ver- leihung wird voraussichtlich imHerbst 2021 stattfinden. Kulturlandesrätin Beate Palfrader gratuliert den PreisträgerInnen herzlich: „Mit der Preisvergabe unterstützen wir die Werdegänge von Kunstschaffenden und för- dern damit auch den kritischen Diskurs. Die zeitgenössische bildende Kunst reflektiert aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und bietet ungewöhnliche Zugänge zu ge- genwärtigen Problemstellungen an.“ Die 1975 in Innsbruck geborene Katharina Cibulka lebt und arbeitet in Innsbruck und Wien. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste Wien, der Schule für künstlerische Photographie Wien und an der New York Film Academy. Sie ist Mitbegründerin der Frauenband tele- novela und der Künstlerinnengruppe peek a corner. Cibulka arbeitet als Künstlerin, Fil- memacherin und Fotografin. Ihre Arbeiten sind auf nationalen und internationalen Ausstellungen und Filmfestivals zu sehen. Sie erhielt unter anderem im Jahr 2019 das Hilde Zach Kunststipendium, 2018 das Staatsstipendium für Bildende Kunst, 2014 den Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol, 2012 den Förderpreis der Stadt Innsbruck für Fotografie / Neue Medi- en sowie 2010 den Würdigungspreis des Wissenschaftsministeriums und den Preis der Freunde der bildenden Kunst. Verschiedene Ausdrucksformen „Katharina Cibulka hinterfragt mit ihren Arbeiten pointiert gesellschaftspolitische Zusammenhänge hinsichtlich ihrer sozialen Gerechtigkeit. Ihre Praxis besticht dabei durch formale Präzision in einem weiten Spektrum an Ausdrucksformen wie Inter- ventionen im öffentlichen Raum, Fotografi- en, Installationen und Videos sowie Text- und Soundarbeiten. Auch auf den Kunstbe- trieb selbst wendet Cibulka die weitreichen- den und ungemütlichen Fragen nach Aus- schlüssen, Wertungen und Ungerechtigkeiten an. Ihre Kunst erscheint somit als schöner Finger, der sich immer wieder auf Wunden legt, damit wir uns de- ren Ursachen endlich annehmen“, zitiert LRin Palfrader aus der Jurybegründung. tirol.wifi.at/34681011 Lehrgang Projektmanagement Steuerung und Optimierung von Team- und Projektarbeiten! 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