basics Nr. 478

Die Tiroler D I E Z E I T UNG F ÜR POL I T I K , WI R T SCHA F T, B I L DUNG , WI SSEN UND MOB I L I TÄT · WWW. BAS I CS -MED I A . AT Erfolg: Über 4.000 private PV-Anlagen in Tirol gefördert Seit über zehn Jahren unterstützt die TIWAG im Rahmen der jährlichen Energieeffizienz-Pa- kete die Errichtung und den Betrieb von Photo- voltaik-Anlagen bei ihren KundInnen finanzi- ell. Kürzlich wurde die 4.000 PV-Anlage in Be- trieb genommen. „Neben der Wasserkraft ist Sonnenenergie die wichtigste erneuerbare Energiequelle, die in Ti- rol zur sauberen und umweltfreundlichen Stromerzeugung genutzt werden kann“, so TI- WAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser: „Unsere attraktiven Förderpakete helfen unse- ren Kundinnen und Kunden, moderne und ef- fiziente PV-Anlagen zu errichten und damit wesentlich zum Ausbau erneuerbarer Energien in Tirol beizutragen.“ Seit 2010 hat die TIWAG 4.000 PV-Anlagen bei ihren KundInnen mit über 7,3 Millionen Euro an Tarif- und Investitionsförderungen finanzi- ell unterstützt. Zusammen erzeugen diese An- lagen rund 19 Mio. kWh erneuerbaren Strom jährlich, was dem Verbrauch von etwa 5.300 Durchschnittshaushalten entspricht. Die TI- WAG gehört zudem zu den größten Sonnen- strom-Produzenten in Tirol, mit insgesamt zwölf Anlagen, die durch die TIWAG selbst oder mit Kooperationspartnern betrieben wer- den. Darüber hinaus hat der Landesenergieversor- ger bereits 2019 allen BetreiberInnen von pri- vaten Photovoltaikanlagen einen virtuellen Speicher angeboten. An langen sonnigen Tagen kann dabei der selbst produzierte Ökostrom gegen eine monatliche Grundgebühr in den virtuellen Sonnenstromspeicher der TIWAG eingespeist und, wenn er gebraucht wird, wie- der aus dem Speicher bezogen werden. Die ga- rantierte Abnahme des Stroms ermöglicht die optimale und umweltschonende Nutzung der eigenen Anlage, da teure Anschaffungs- und Entsorgungskosten für einen privaten Batterie- speicher entfallen. Julia Pinter aus Bad Häring betreibt nicht nur am Dach ihres Neubaus die 4.000ste von der TIWAG geförderte PV-Anlage, sondern bekam auch noch ein Dankeschön. TIWAG/Vandory Die Tiroler BASICS Redaktion: Exlgasse 20, 6020 Innsbruck Mail: [email protected] Anzeigen: Tel. 0512 28 29 11-50 Österreichische Post AG, RM19A041900K Athesia Tyrolia Druck GmbH Exlgasse 20, 6020 Innsbruck Was bringt der Sommer? Schwierige Urlaubsplanung im zweiten Pandemiejahr Immer mehr Menschen wollen ihren Urlaub für den Sommer buchen. Hohe Corona-Fallzahlen und sich ständig ändernde Reisebeschränkungen machen es aber fast unmöglich, alles zu planen. Für viele wird es wohl der zweite Sommer zuHause werden. E twa die Hälfte der Österreicher plant trotz der anhaltenden Coronapandemie einen Sommerurlaub, während die an- dere Hälfte unentschlossen ist oder auf jeden Fall zu Hause bleiben möchte. Die Verunsiche- rung ist groß und die heimischen Reiseveran- stalter spüren die Auswirkungen der Krise stark. Doch wie sinnvoll ist es überhaupt, den Urlaub jetzt bereits zu planen? Und worauf soll- te man achten, wenn man trotz der Krise nicht mehr länger warten möchte? Schwierige Prognose Die Impfkampagnen in Europa sind inzwi- schen endlich angelaufen und die EU arbeitet bereits an einem Grünen Pass, der das Reisen zumindest innerhalb von Europa wieder mög- lich machen soll. Das macht Hoffnung. Doch gleichzeitig ist es beinahe unmöglich zu pro- gnostizieren, wie sich die Lage bis zum Sommer entwickeln wird. Das spüren auch die Reisean- bieter. „Die Buchungslage ist schlecht“, erklärt Andreas Kröll, Obmann der Fachgruppe der Reisebüros in der Tiroler Wirtschaftskammer. Individualreisen seien kaum nachgefragt, er- klärt er. Etwas anders stellt sich die Lage bei Pauschalreisen dar, die durchaus bereits ge- bucht werden. „Die beliebtesten Detinstionen sind dabei Italien, Kroatien, Griechenland und Österreich“, so Kröll. Der Fachgruppenobmann rät jedem, der be- reits jetzt einen Urlaub im Sommer buchen möchte, falls möglich eine Pauschalreise zu bu- chen. Wichtig sei es auch, auf die Stornobedin- gungen zu achten, so Kröll. Falls möglich kann es auch sinnvoll sein, einen Flextarif zu buchen, erklärt er. Und er rät dazu, einen Reisekom- plettschutz mit Covid-Einschluss zu buchen. Die Zukunft des Reisens Ob sich das Reiseverhalten der Menschen auch über die Coronakrise hinaus verändern wird, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Andre- as Kröll geht davon aus, dass zumindest Ge- schäftsreisen wohl weniger werden könnten. Bei Freizeitreisen, bei denen es derzeit ein gro- ßes Abwarten gebe, geht er allerdings von ei- nem großen „Run“ nach dem Ende der Pande- mie aus. „Nachhaltigkeit ist zwar ein großes Schlagwort. Wenn das mit freiwillig zu leisten- den Mehrkosten zu tun hat, ist das Interesse aber endenwollend“, so Kröll. Um einen wirkli- chen Verhaltenswechsel einzuläuten, müsse wohl die Politik aktiv werden. „Sie könnte dafür sorgen, dass die Billigstflugtickets, die weniger als 120 Euro kosten, abgeschafft werden“, so der Fachgruppenobmann. Mehr Informationen zum Thema Urlaubs- planung finden Sie auf Seite 3 Viele Menschen wollen trotz der Coronapandemie ihren Sommerurlaub buchen. Foto: Freepik/Pch Vector Weniger gestohlene Fahrräder imCoronajahr Der Fahrradboom im Vorjahr ging mit einem Rückgang der Fahrraddiebstähle einher, macht der VCÖ aufmerksam. In Tirol nahm die Zahl der Fahrraddiebstähle im Coronajahr um fast 29 Prozent auf 1.112 ab. Innerhalb Tirols gibt es bei den Fahrraddiebstählen große Unterschie- de. Der VCÖ betont, dass es deutlich mehr Parkplätze für Fahrräder braucht, insbesondere auch vor Geschäften sowie bei Bahnhöfen und Haltestellen. Der VCÖ rät, das abgestellte Fahr- rad immer abzusperren und ein gutes Fahrrad- schloss zu verwenden. Abwärtstrend setzt sich fort Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist im Vorjahr in Tirol zum fünften Mal in Folge gesunken, macht der VCÖ auf aktuelle Daten des BMI aufmerksam. 1.112 Fahrräder wurden im Co- ronajahr als gestohlen gemeldet, das ist ein Rückgang um fast 29 Prozent. Im Jahr 2019 wurden 1.565 Fahrräder gestohlen, im Jahr 2016 noch mehr als 2.000 Fahrräder. Innerhalb Tirols gibt es große Unterschiede, in- formiert der VCÖ. 54 Prozent der Fahrraddieb- stähle wurden in Innsbruck verübt. Österreich- weit passierten sogar zwei Drittel der Fahrrad- diebstähle in den Landeshauptstädten. Auch im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wurden in Innsbruck mit 46 pro 10.000 Einwohner inner- halb Tirols die meisten Fahrraddiebstähle ver- zeichnet, vor Osttirol (20 pro 10.000 EW). Die wenigsten Fahrräder im Verhältnis zur Ein- wohnerzahl wurden im Bezirk Imst gestohlen, nämlich drei Fahrräder pro 10.000 Personen, vor dem Bezirk Landeck (vier) und den Bezir- ken Reutte und Kitzbühel (jeweils sechs). Bewusstsein nimmt zu „Der Radverkehr nimmt zu, die Zahl der Fahr- raddiebstähle geht zurück. Diese Entwicklung ist erfreulich“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Positiv wirkt sich das gestiegene Bewusstsein, das abgestellte Fahrrad mit einem guten Schloss abzusperren sowie die zuneh- mende Anzahl von Fahrradabstellanlagen aus. Im Jahr 2020 wurden in Tirol weniger Fahrräder gestohlen als noch im Jahr zuvor. Foto: Pixabay www.tirol.wifi.at/314020 Weiterbilden, Updaten und Netzwerken 10.06.21 | Innsbruck Jetzt anmelden! t: 05 90 90 5-7260 e: [email protected] Tiroler Office Forum 2021 FREITAG, 23.4.2021 NR. 478 14. JAHRGANG AUFLAGE TIROLWEIT ALLE 14 TAGE NEU 248.000

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