26.04.2012
Kategorie: Motormarkt

Sekundenschlaf-Risiko im Auto minimieren


ÜBER DIE Gefahren des Sekundenschlafs diskutierten kürzlich Experten auf Einladung des ÖAMTC bei einem Symposium in Wien. Dabei wurden die Ergebnisse der ÖAMTC-Nachfahrt-Studie 2010 präsentiert. „Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass das als ‚Sekundenschlaf‘ bekannte Phänomen sehr individuell auftritt. Eine allgemeine Aussage über die Umstände, unter denen ein Autofahrer plötzlich ‚weg‘ ist, kann nach derzeitigem Stand nicht eindeutig getroffen werden“, erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.
Die Gefahr von Sekundenschlaf könne man mit folgenden Tipps minimieren: Bereits vor Fahrtantritt sollten Pausen fix eingeplant werden. „Am besten wird die Fahrstrecke so gewählt, dass man nach spätestens eineinhalb Stunden die erste Pause einlegen kann“, rät  Seidenberger. Man sollte nicht erst dann Pause machen, wenn man bereits müde ist.
Die Abfahrtszeit sollte ja nach eigenem „Chronotyp“ (Abend- oder Morgenmensch) festgelegt werden. Insbesondere Nachtfahrten sollte man nur ausgeruht starten: „Wer vor der Abfahrt bereits lange wach ist, geht ein hohes Risiko ein. Man sollte also für ausreichend Schlaf schon vor dem Reiseantritt sorgen.“
Driften die Gedanken ab und treten Tagträume auf, sind das bereits erste Alarmsignale: „Auch wenn man sich nur schwer an die gerade zurückgelegte Strecke erinnern kann, sollte man besser sofort eine Pause einlegen.“
Ein kurzer „Kraftschlaf“ auf einem Rastplatz kann das Wohlbefinden steigern. „Länger als 20 Minuten sollte man aber nicht ‚nappen‘. Daher unbedingt den Wecker stellen“, sagt die ÖAMTC-Expertin.