Die Tiroler - 493

Die Tiroler D I E Z E I T UNG F ÜR POL I T I K , WI R T SCHA F T, B I L DUNG , WI SSEN UND MOB I L I TÄT · WWW. BAS I CS -MED I A . AT Erweitertes Impfangebot an allen Impfzentren und -standorten Nach den bundesweiten Verschärfungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavi- rus ist die Nachfrage nach Impfungen weiterhin groß. In Tirol wurde das Angebot für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen daher umfassend erweitert. Angebot erweitert Das bestehende breite Impfangebot wurde in Tirol noch einmal stark erweitert, um der ho- hen Impfnachfrage nachzukommen. „Auch für das Wochenende wurde ein noch umfangrei- cheres Impfangebot bereitgestellt“, informiert Gesundheitslandesrätin Annette Leja. „Wir ap- pellieren an die Bevölkerung, dieses Angebot anzunehmen, denn jede Impfung zählt.“ Die Termine werden laufend auf www.tirolimpft.at aktualisiert. „Impfbereite Personen können sich via Anmeldeportal über die Verfügbarkeit von zeitnahen Terminen informieren und sich unkompliziert für einen Impftermin anmel- den“, betont Gesundheitsdirektor Thomas Pol- lak. Dritte Impfung empfohlen Laut den Empfehlungen des Nationalen Impf- gremiums (NIG) ist eine dritte Impfung nach sechs Monaten dringend empfohlen, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten und auch wei- terhin gut gegen einen schweren Krankheits- verlauf geschützt zu sein. Impfen ohne Termin ist nach wie vor ebenso möglich. Alle tirolweiten Impfstandorte sowie die aktuellen Termine der mobilen Angebote finden sich auf der Website des Landes unter www.tirol.gv.at/tirolimpft So investiertTirol Die Corona-Krise wirkt sich auf das Sparverhalten aus D ie Tiroler Bankenstudie 2021, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auf- trag der Wirtschaftskammer durchge- führt hat, zeigt, dass die Tirolerinnen und Tiro- ler mit ihren Hausbanken sehr zufrieden sind. Die Coronakrise und die anhaltend niedrigen Zinsen haben jedoch zu Veränderungen im Anlageverhalten geführt. Nachhaltigkeit spielt bei Investitionen eine immer größere Rolle, Sparbuch und Bausparvertrag verlieren an Be- liebtheit. Währenddessen wird Betongold als Anlageform immer beliebter. Wohnung und Gold statt Sparbuch Die Studie hat die beliebtesten Anlageformen der Tirolerinnen und Tiroler erhoben. Dabei zeichnen sich deutliche Veränderungen imVer- gleich zur Zeit vor der Krise ab. Die beliebteste Anlageform der Tiroler ist in diesem Jahr di Ei- gentumswohnung. 47 Prozent der befragten Ti- rolerinnen und Tiroler gaben diese als die be- liebteste Anlageform an, gefolgt von Gold mit 32 und Grundstücken mit 30 Prozent. Auch Aktien erfreuen sich zunehmender Popularität und gelten immerhin bei 28 Prozent als beliebte Anlageform. Der Bausparvertrag und das Spar- buch haben dagegen in den letzten Jahren Be- liebtheit eingebüßt. Nur mehr jeweils ein Vier- tel der Tirolerinnen und Tiroler favorisiert die- se beiden Sparformen. „Auch, wenn diese Er- gebnisse auf die Beliebtheit der verschiedenen Sparformen und nicht auf deren tatsächliche Nutzung bezieht, zeigt sich: Die Krise hat den Wunsch nach Sicherheit verstärkt, die Zinslage macht klassische Sparformen jedoch unattrak- tiv“, erklärt Alexander Zeh, Marktforscher bei Ipsos Austria. Große Zufriedenheit, neue Erwartungen Im Rahmen der Bankenstudie wurde auch er- hoben, wie zufrieden die Tirolerinnen und Ti- roler mit ihrer Bank sind und welche Dienste sie in Anspruch nehmen. „Dabei hat sich ge- zeigt, dass die Zufriedenheit mit den heimi- schen Banken sehr groß ist“, fasst Hans Unter- dorfer, Obmann der Sparte Bank und Versiche- rung bei der Tiroler Wirtschaftskammer zu- sammen. 41 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sehr zufrieden sind, weitere 37 Prozent sind eher zufrieden. 5 Prozent gaben dagegen an, eher oder sehr unzufrieden zu sein. In Ge- meinden mit wenigen Einwohnern war die Zu- friedenheit mit der eigenen Bank noch höher als im Landesschnitt. Verändert haben sich dagegen die Erwartun- gen, die die Menschen an ihre Bank haben. Die Bankfilialen haben für viele Tirolerinnen und Tiroler an Bedeutung verloren. 70 Prozent der Befragten besuchen weniger als einmal im Mo- nat eine Filiale, 19 Prozent ein bis zweimal pro Monat. Dafür ist das Interesse an der Online- Abwicklung des Zahlungsverkehrs deutlich ge- stiegen. 73 Prozent der Befragten nutzt eine elektronische Unterschrift, 30 Prozent eine bio- metrische Zertifizierung der Bankgeschäfte – also eine Freigabe per Fingerabdruck oder Ge- sichtserkennung. Für immer mehr Menschen spielt außerdem der Nachhaltigkeitsgedanke ei- ne Rolle bei der Frage, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Aktien als Anlageform gewinnen auch bei Tiroler Sparerinnen und Sparern zunehmend an Beliebtheit. FOTO: FREEPIK/YANALYA Die Erwartungender TirolerinnenundTiroler an ihre Bankenhaben sichdurchCorona verändert. Die Krise hat das Sicherheitsbedürfnis gesteigert. Gleichzeitig werden traditionelle Sparformen durch die niedrigen Zinsen unattraktiver. FREITAG, 19.11.2021 NR. 493 14. JAHRGANG AUFLAGE TIROLWEIT ALLE 14 TAGE NEU 248.000

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