basics Nr. 482

Die Tiroler D I E Z E I T UNG F ÜR POL I T I K , WI R T SCHA F T, B I L DUNG , WI SSEN UND MOB I L I TÄT · WWW. BAS I CS -MED I A . AT LeistbaresWohnen Landesregierung beschließt 24 Maßnahmen G erade weil Tirol als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum gilt, ist auch die Preisdynamik im Bereich Wohnen enorm. Grund dafür sind neben dem in Tirol beschränkten Siedlungsraum sowie weltweit steigenden Baumaterialkosten auch Veranla- gungen und Spekulationen. „Wir wollen die Rahmenbedingungen für leistbares Wohnen in Tirol verbessern und steuern dort, wo wir die Möglichkeit haben, mit aller Kraft gegen Nega- tiventwicklungen. Damit sollen die Preisdyna- mik gedämpft und die Menschen unterstützt werden.Zusätzlich zu den Maßnahmen von 2019 drehen wir jetzt an weiteren Schrauben in den Bereichen Raumordnung, Wohnbauförde- rung und Grundverkehr. Der Großteil der Maßnahmen wird noch in diesem Jahr umge- setzt“, sagte Finanzreferent LH Günther Plat- Ein Schwerpunkt des Wohnpakets ist der Punkt „Junges Wohnen“, der Entlastungen für junge Menschen bringen soll. FOTO: FREEPIK /YANALA ter.Im Fokus stehen unter anderem die Einfüh- rung einer Leerstandsabgabe, die Umsetzung von Freizeitwohnsitzverboten für Regionen in Tirol mit höherem Preisdruck, die Reform der Wohnbauförderung mit dem Fokus auf „Junges Wohnen“ und einem neuen Modell „Starter- Wohnungen“ sowie die Aufwertung des Tiroler Landeskultur- und des Tiroler Bodenfonds, damit auch sie einfacher Grundstücke für die Gemeinden erwerben können. Reformen bei Wohnbauförderung und Raumordnung Das Herzstück des 47 Millionen Euro starken Wohnbauförderungspakets, welches größten- teils mit 1. August dieses Jahres in Kraft tritt, gilt mit dem heutigen Beschluss dem jungen Wohnen: Mit der „Subjektförderung light“ wer- den künftig anstelle von zehn Jahre alten Pro- jekten nun auch Neubauten gefördert. Perso- nen unter 35 Jahre bekommen zudem zusätz- lich einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zu- schuss. Auf Basis des 5-Euro-Wohn-Modells wird es neue „Starterwohnungen“ geben, wo junge Menschen zu günstigeren Konditionen in ein Leben in den eigenen vier Wänden starten können. Im Fokus der Raumordnungsmaßnah- men findet sich unter anderem die Leerstands- erhebung. Zudem sollen künftig unter anderem bei Neuwidmungen die Eigentumsverhältnisse von WidmungswerberInnen geprüft werden. Ebenfalls geprüft wird, bei bestehenden Han- delsbetrieben einer Erweiterung zuzustimmen wenn eine entsprechende Nachverdichtung umgesetzt wird. Auch die Nutzung von Wald- flächen bei Siedlungsgebietserweiterungen soll einer Analyse unterzogen werden. Nachdemdas Land Tirol bereits 2019 eineWohnreform auf denWeg gebracht hat, sollen nun wei- tere Maßnahmen folgen. Änderungen betreffen die Wohnbauförderung, den Grundverkehr und die Raumordnung, einen Schwerpunkt bildet das Thema „JungesWohnen“. E-Bike-Boom: Mehr als 80.000 E-Fahrräder in Tirol Elektro-Fahrräder werden immer beliebter. In Tirol gibt es bereits mehr als 80.000 E- Fahrräder, macht der VCÖ aufmerksam. Viele Autofahrten sind auf E-Fahrräder ver- lagerbar, immerhin sind sechs von zehn Au- tofahrten kürzer als zehn Kilometer. Der Ausbau der Rad-Infrastruktur sowie mehr Verkehrsberuhigung in den Gemeinden und Städten sind wesentlich, damit die E- Fahrräder häufiger als Verkehrsmittel ver- wendet werden, betont der VCÖ. „Auch in Tirol sind viele Alltagswege kurz und damit in Radfahr-Distanz. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad bringt viele Vor- teile: Für einen selber, für die Umwelt und für die Allgemeinheit“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Wer radelt statt im Auto zu sitzen, kommt auf ein gesundes Pensum Bewegung, stärkt die Fitness und verbrennt Kalorien statt Erdöl. Damit spart man sich Spritkosten, reduziert den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 und gesund- heitsschädlichen Abgasen wie Stickoxide und Feinstaub. Und wer vom Auto aufs Fahrrad umsteigt, entlastet die Straßen und trägt zur Vermeidung von Staus bei. Alternative zu Zweitautos Durch den E-Fahrradboom sind auch län- gere Distanzen oder Strecken mit Steigun- gen leichter mit dem Fahrrad zu bewältigen. In Tirol gibt es bereits mehr als 80.000 Elek- tro-Fahrräder. „Je besser die Rad-Infra- struktur ist, umso häufiger können Elektro- Fahrräder als Verkehrsmittel eingesetzt wer- den. Das E-Fahrrad kann das Zweitauto er- setzen, was wiederum die Mobilitätskosten für die Haushalte deutlich reduziert“, weist VCÖ-Experte Schwendinger auf einen wei- teren Vorteil hin. In Tirol gibt es rund 110.000 Zweitautos.Wichtig sei, dass die Ra- dinfrastruktur rasch ausgebaut und verbes- sert werde, so der VCÖ. Gute und sichere Radverbindungen zwischen zwei Orten sei- en ebenso wichtig, wie die Anbindung der Bahnhöfe ans Radwegenetz. Land investiert 700.000 Euro in Sanierung des Konservatoriums Das Studienangebot am Tiroler Landeskonser- vatorium wird laufend erweitert und gestärkt, um eine qualitativ hochwertige akademische Ausbildung am Musikstudienstandort Inns- bruck sicherzustellen. Um dafür auch die not- wendigen Räumlichkeiten bereitzustellen, wur- de dem Konservatorium im Beisein von Bil- dungslandesrätin Beate Palfrader und Hoch- baulandesrat Johannes Tratter das Werner Pirchner Haus in Innsbruck übergeben, wel- ches zudem umfassend saniert wird. Die bauli- chen Maßnahmen werden von der Abteilung Hochbau des Landes umgesetzt. Insgesamt werden knapp 700.000 Euro investiert. Erste Baustufe abgeschlossen In einem ersten Sanierungsschritt, der bereits abgeschlossen ist, wurden seitens des Landes 370.000 Euro zur Verfügung gestellt. Für die zweite Baustufe, die mit Anfang der Sommerfe- rien im Juli beginnen und mit Beginn des Win- tersemesters im Herbst abgeschlossen sein soll, werden weitere 300.000 Euro investiert. Die Landesräte Beate Palfrader und Johannes Tratter. FOTO: LAND TIROL/GRATL Die Tiroler BASICS Redaktion: Exlgasse 20, 6020 Innsbruck Mail: [email protected] Anzeigen: Tel. 0512 28 29 11-50 Österreichische Post AG, RM19A041900K Athesia Tyrolia Druck GmbH Exlgasse 20, 6020 Innsbruck TOP EVENT TIROL 70 internationale Markenshops RESTAURANT PIZZERIA High Performance Charging mit 350 KW NAVI: St. Valentinstraße 9 A I-39041 Brenner Tel: +39 0472 636700 Tyrol Design, Matrei Italienische Spezialitäten auf 1000 qm Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 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