basics Nr. 477

Die Tiroler D I E Z E I T UNG F ÜR POL I T I K , WI R T SCHA F T, B I L DUNG , WI SSEN UND MOB I L I TÄT · WWW. BAS I CS -MED I A . AT Investition in den Gesundheitsstandort 4,5 Millionen Euro für Projekt „Health Hub Tirol“ Die Landesregierung stellt 4,5Millionen Euro für das Projekt „HealthHub Tirol“ zur Verfügung. Tirols Profil als internationaler Standort soll dadurch weiter gestärkt werden. T irol ist bereits jetzt ein starker Standort bezogen auf den österreichischen Life Science-Sektor mit zahlreichen Unter- nehmen aus den Bereichen Medizintechnik, e- health, Pharma, Biotechnologie und Chemie. Um Innovationen in diesen Bereichen weiter zu forcieren, hat die Tiroler Landesregierung das Projekt „Health Hub Tirol“ beschlossen, das von Landeshauptmann Günther Platter ge- meinsam mit WirtschaftslandesrätinPatrizia Zoller-Frischauf und Josef Penninger, Direktor am Life Science Institute der University of Bri- tish Columbia in Vancouver/Kanada, vorge- stellt wurde. Der „Health Hub Tirol“ soll durch die Bereitstellung einer entsprechenden Infra- struktur wie beispielsweise Labor- und Büroflä- chen, einem eigenen Förderprogramm sowie Dienstleistungen wie einer Finanzierungsbera- tung oder Geschäftsmodellentwicklung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich weitere Life Science-Unternehmen in Tirol eta- blieren und entfalten können. Die Abwicklung des Projekts erfolgt durch die Standortagentur Tirol. Gute Voraussetzungen „Die Voraussetzungen in Tirol bei den Life Sci- ences sind bereits sehr gut. Dass wir beispiels- weise die Penicilin-Produktion weiterhin in Ti- rol halten konnten und zuletzt auch Novartis angekündigt hat, in Tirol einen Impfstoff gegen Corona produzieren zu wollen, zeigt das Poten- Der Gesundheitsstandort Tirol soll in den kommenden Jahren noch attraktiver werden. Foto: Freepik Landesrätin Patrizia Zoller-Frischaur sieht im Projekt großes Potential. Foto: Land Tirol tial, das wir in diesem Bereich haben. Mit dem Projekt „Health Hub Tirol„ wollen wir dieses vorhandene Potential künftig noch stärker aus- schöpfen“, betont Zoller-Frischauf. Lücken schließen In der Vergangenheit hat sich immer wieder ge- zeigt, dass es einen Mangel an Laborflächen für ansiedlungsinteressierte Biotech-Unternehmen und Start-ups in Tirol gibt. „Diese Flächen sind aber notwendig, damit wir Life Science-Unter- nehmen die Möglichkeit geben können, in Ti- rol zu forschen und sich hier niederzulassen. Mit dem „Health Hub Tirol„ wollen wir die Lü- cke beim räumlichen Angebot schließen und mit einem eigenen Förderungsprogramm so- wie Services für die Unternehmen kombinie- ren“, so Zoller-Frischauf. Der „Health Hub Ti- rol“ richtet sich an Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmen, Ausgründungen von Uni- versitäten und Hochschulen sowie Ausgrün- dungen bestehender Unternehmen. Ein „Health Hub“ setzt sich aus den vier Elementen Infrastruktur (Labor- und Büroräumlichkeiten, etc.), Förderung (pro Projekt maximal 800.000 Euro für eine maximale Projektdauer von drei Jahren), Services (z. B. Finanzierungsberatung) und Kapital (Zugang zum Investorennetzwerk der Standortagentur und eigener Life Science- Fonds) auseinander. Der erste „Health Hub“ wird in Innsbruck realisiert. Bei positiver Eva- luierung können weitere „Hubs“ regional ver- teilt folgen. Die Tiroler BASICS Redaktion: Exlgasse 20, 6020 Innsbruck Mail: [email protected] Anzeigen: Tel. 0512 28 29 11-50 Österreichische Post AG, RM19A041900K Athesia Tyrolia Druck GmbH Exlgasse 20, 6020 Innsbruck Aktionsplan für E-Mobilität in Tirol präsentiert – So fährt Tirol 2050 Das Land Tirol hat das Ziel vorgegeben, sich bis zum Jahr 2050 selbst mit heimischen und er- neuerbaren Energieträgern zu versorgen. Um dies zu erreichen muss der Energiebedarf in al- len Bereichen deutlich reduziert werden, wie Klimaschutzlandesrätin Ingrid Felipe berichtet: „35 Prozent des Endenergieverbrauchs entfal- len derzeit auf den Verkehr.“ Das entwickelte Aktionsprogramm E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein für die laufende Dekarbonisierung des Verkehrs. „Wir wollen den Anteil der Elektro- autos am Gesamtfahrzeugbestand in Tirol bis 2030 auf 40 prozent erhöhen und wesentliche Verkehrsknotenpunkte und Orte wie Einkaufs- zentren oder Freizeiteinrichtungen mit Schnellladeinfrastruktur ausstatten. Zentral für das Voranschreiten der E-Mobilität wird zu- dem, dass der Bestandswohnbau sukzessive mit Ladeinfrastruktur ausgestattet wird“, sagt die Mobilitätslandesrätin. Noch in diesem Halb- jahr wird die Dekarbonisierungsstrategie für den öffentlichen Verkehr vorliegen, die als Handlungsanleitung zur Umstellung der Bus- flotte dienen wird. Mobilitätslandesrätin Ingrid Felipe Energie Tirol Termin für Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2022 fixiert Die Tiroler Landesregierung hat die Aus- schreibung der Gemeinderats- und Bürger- meisterInnenwahlen für Sonntag, den 27. Februar 2022, beschlossen. Das wurde von Landeshauptmann Günther Platter Anfang der Woche bekannt gegeben. Dieser Wahl- termin gilt für alle Tiroler Gemeinden, au- ßer der Landeshauptstadt Innsbruck und der neuen Gemeinde Matrei am Brenner. Die Kundmachung der Wahlausschreibung wird am 24. November 2021 im Landesge- setzblatt für Tirol erfolgen, womit dieser Tag als Tag der Wahlausschreibung gilt. Als Stichtag wird der 15. Dezember 2021 be- stimmt, die engere Wahl des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin wird auf Sonntag, den 13. März 2022, festgelegt. Bei der Ge- meinderats- und BürgermeisterInnenwahl 2022 sind alle Unionsbürgerinnen und Uni- onsbürger wahlberechtigt, die spätestens am Tag der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet haben, vomWahlrecht nicht ausgeschlossen sind und ihren Hauptwohnsitz in der jewei- ligen Gemeinde haben, außer der Aufent- halt ist kürzer als ein Jahr und offensichtlich nur vorübergehend. Die Gemeinderats- und BürgermeisterInnenwahl 2022 in der neuen Gemeinde Matrei am Brenner wird auf- grund der Gemeindefusion zu einem späte- ren Zeitpunkt stattfinden. tirol.wifi.at/422100 Alle Details zum berufsbeglei- tenden Studium beim kosten- losen Informationsabend: 16.06.21 | Innsbruck Jetzt anmelden! t: 05 90 90 5-7243 e: [email protected] Digital Business Partner B.A., M.A. Trotz Coronakrise konnten die Ausfuhren im Pharmabereich im ersten Halbjahr 2020 um ein Drittel auf 1,5 Milliarden Eu- ro und jene der chemischen Industrie um ein Viertel auf 42 Millionen Euro im Ver- gleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Exportstarker Pharmasektor FREITAG, 9.4.2021 NR. 477 14. JAHRGANG AUFLAGE TIROLWEIT ALLE 14 TAGE NEU 248.000

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